Freiheit

Freiheit „Die Leute mögen die Idee der Meinungsfreiheit, bis sie etwas hören, das Ihnen missfällt.“ (Ricky Gervais)
Wir sind uns unserer Freiheit so sicher. Politische, wirtschaftliche und kulturelle Freiheiten werden als gegeben hingenommen. Dann kam Corona, und die Welt ist eine andere. Wir sehen: nichts ist selbstverständlich und für immer garantiert. Freiheiten ohne Kehrseiten wird es nie geben. Diese Spannungsfelder vertragen keine Grabesstille. Unfreiheit kann man weder wegkaufen noch schadlos ausblenden. Was wirklich ist, ist nie frei von uns. Wenn es um Freiheit geht, sind wir immer mindestens
teilnehmende Beobachter, wirksamer Teil dessen, was wir verstehen, erkämpfen, beklagen oder verleugnen. Die Wirklichkeit der Freiheit bleibt ein verletzlicher Wert, dessen Geschick immer wieder auch in unseren Händen liegt. Das macht den Begriff der Freiheit zu einer Urkraft des Politischen und zum Kern politischer Bildung.

Veranstaltungsüberblick

September

Donnerstag, 2.9.2021, 18.00 Uhr, Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof 6
Freie und faire Wahlen? Standards, Kuriositäten, Manipulationen
Mit Prof. Dr. Michael Krennerich

Weltweit wird gewählt. Doch wie lässt sich feststellen, ob die Wahlen demokratischen Standards genügen oder manipuliert und gefälscht werden? Auf anschauliche Weise und mit vielen Beispielen wird in der Veranstaltung erklärt, was bei der Durchführung und Bewertung von Wahlen zu beachten ist. Dabei kommen auch so manche Kuriosität und Wahlmanipulation zur Sprache. Nicht unerwähnt bleiben auch die Wahlregelungen in Deutschland sowie die Frage, wie Wahlen weltweit in Zeiten von Corona durchgeführt werden.

Donnerstag, 30.9.2021, 18.00 Uhr, Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof 6
„Täglich greift der Geist der Unruhe und Umwälzung weiter um sich“ – Freiheitsbewegungen im heutigen Rheinland-Pfalz im 18. und 19. Jahrhundert
Mit Sarah Traub

Das Streben nach demokratischen Freiheiten besitzt in der Geschichte des heutigen Rheinland-Pfalz eine lange Tradition. Die Ideen von Freiheit und Gleichheit fielen hier auf fruchtbaren Boden und führten zu einer frühen Blüte der liberalen und frühdemokratischen Bewegung. Politische Freiheiten, die während der vergleichsweise kurzen politischen Zugehörigkeit der Region zu Frankreich eingeführt wurden, verteidigten die Rheinland-Pfälzer als „Rheinische Institutionen“ auch über die politischen Umbrüche hinaus.

Oktober

Sonntag, 3.10.2021, 14.00 Uhr 67574 Osthofen Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38
Öffentliche Führung „Meinungsfreiheit“
Die neu konzipierte Führung nimmt, neben Informationen zur Entstehung und Funktion des frühen Konzentrationslagers
Osthofen, über die Haftgründe und den Alltag der Häftlinge im Lager, über Wachpersonal und Verantwortliche sowie den späteren Umgang mit der NS-Vergangenheit und die Entstehung der Gedenkstätte, besonders das Recht auf freie Meinungsäußerung in den Blick. Die Führung beinhaltet einen gemeinsamen Rundgang über das Gelände der Gedenkstätte sowie die Möglichkeit zum Besuch der Dauerausstellung „Verfolgung und Widerstand in Rheinland-Pfalz 1933-1945“.

Reihe: Gesichter der Freiheit. Deutsch-deutsche Erfahrungen
Montag, 4.10.2021,18:00 Uhr, 55116 Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof 6

Willy Brandt und Freiheit
Mit Prof. Dr. Bernd Faulenbach
Wie wenige andere hat Willy Brandt Freiheit als seinen zentralen politischen Wert begriffen, so noch in seiner großen Abschiedsrede als SPD-Vorsitzender im Jahr 1987, in der er Frieden und Freiheit gleichberechtigt als oberste Ziele seines Wirkens nannte. Der Vortrag spürt den Wurzeln und den Manifestationen dieser Leitkategorie in wichtigen Lebensstationen nach. Auch wenn er keinem geschlossenen theoretischen Konzept der Freiheit folgte, erweist sich in Brandts Biographie wie in seinem politischen Handeln Freiheit als die Leitlinie, aus der heraus er 60 Jahre deutscher Geschichte erlebt und mitgestaltet hat.

Reihe: Gesichter der Freiheit. Deutsch-deutsche Erfahrungen
Dienstag, 5.10.2021,18:00 Uhr, 55116 Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof 6

Spielräume und Freiheiten in der Diktatur? Ein Zeitzeugengespräch
Die DDR ist oft als ein großes Gefängnis beschrieben worden, als ein Land, das seinen Bürgerinnen und Bürgern fundamentale Rechte vorenthielt, sie überall und jederzeit bevormundete und wie kleine Kinder überwachte. Dieses Bild ist sicherlich berechtigt. Aber für Frauen und Männer, die in diesem Staat aus politischen Gründen inhaftiert und in die berüchtigten Zuchthäuser von Brandenburg, Bautzen oder Hoheneck geworfen worden sind, stellte sich die Freiheitsfrage doch völlig neu. Das Gespräch mit Zeitzeugen, die sich in der DDR ihre Freiheit nehmen wollten – und dafür bitter bestraft worden sind – steht im Horizont der conditio humana: Wie bewahrt der Mensch seine Würde im unerbittlichen Zugriff der Macht, welche Hoffnungen und Ängste bewegen ihn, wie gewinnt er heute die Kraft des Erinnerns und den Mut, Zeugnis von eigener Unfreiheit abzulegen. Das Gespräch wird moderiert von Dr. Frank Hoffmann, auf dem Podium berichten die
Zeitzeug:innen Barbara Große (Mainz), Elke Schlegel (Koblenz) und Christoph Becke (Ruppichteroth).

Dienstag, 5.10.2021, 18.00 Uhr, Mainz, Landtag, Abgeordnetenhaus
Freiheit und Unfreiheit im Leben von Renato Mordo
Mit Torsten Israel
Der Kurator der Ausstellung „Renato Mordo: jüdisch, griechisch, deutsch zugleich – ein Künstlerleben im Zeitalter der Extreme“ Torsten Israel führt durch die Ausstellung unter dem Themenschwerpunkt „Freiheit und Unfreiheit im Leben von Renato Mordo“. Die Ausstellung ist vom 24.09. bis 29.10.2021 im Abgeordnetenhaus des Landtags von Montag bis Freitag zu sehen.
In Kooperation mit: Landtag Rheinland-Pfalz

Reihe: Gesichter der Freiheit. Deutsch-deutsche Erfahrungen
Mitwoch, 6.10.2021,18:00 Uhr, 55116 Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof 6

„Meinen Eltern war immer klar, dass dieser Staat Freiheitsrechte verletzt! Bananen waren für sie nicht wichtig!“ Die DDR-Ausreise in den Erinnerungen von Übersiedler-Eltern und -Kindern
Mit Dr. Laura Wehr

Zwischen August 1961 und November 1989 verließ mehr als eine halbe Million Menschen die DDR in Richtung Westen. Die Ursachen waren vielfältig: Angst vor Bespitzelung, Verfolgung und Inhaftierung sowie allgemeine Unzufriedenheit mit dem System zählten ebenso dazu wie etwa der Wunsch nach Meinungs- oder die Sehnsucht nach Reisefreiheit. Viele der Personen saßen jahrelang auf gepackten Koffern und mussten dann innerhalb von 24 Stunden das Land verlassen. Im Vortrag werden ausgewählte Migrationsgeschichten derjenigen, die seit den späten 1970er-Jahren per Ausreiseantrag emigriert sind, rekapituliert. Im Zentrum steht dabei die Frage nach den Ausreisemotiven und den damit verbundenen Imaginationen von „Freiheit“.

Donnerstag, 14.10.2021, 18.30 Uhr,55116 Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof 6
Freiheit und Klimaschutz
Mit Prof. Dr. Uwe Leprich
In einem aufsehenerregenden Beschluss urteilte das Bundesverfassungsgericht, die gegenwärtige unzureichende Klimapolitik schränke die Freiheit kommender Generationen unzulässig ein. Hat uns das Thema Freiheit und Klimaschutz schon einmal beschäftigt, wollen wir jetzt genauer auf die aktuelle Klimapolitik schauen und dabei das allgegenwärtige Thema „Klimaneutralität“ näher ins Auge fassen.

Fällt aus!!
Donnerstag, 21.10.2021, 18.00 Uhr, 54421 Hinzert-Pölert, Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Frei und dennoch gefangen. Das Schicksal ehemaliger Häftlinge
Für viele Überlebende (z. B. KZ-Häftlinge oder andere NS-Zwangslager) bedeutete das Ende der Naziherrschaft zwar die Befreiung durch die Alliierten und damit das Ende ihrer Leidenszeit, doch die meisten Überlebenden litten bis an ihr Lebensende unter schweren Traumata.

Sonntag, 24.10.2021, 11:00 Uhr, Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben
Szenische Lesung: Freiheit und Unfreiheit in Renato Mordos Theaterstück „Chaidari“
Mit Henning Kohne, Pfalztheater Kaiserslautern
Im Rahmen einer Szenischen Lesung und einer Einführung von Torsten Israel werden die Aspekte Freiheit und Unfreiheit in Renato Mordos Theaterstück „Chaidari“ den Schwerpunkt bilden. Renato Mordo schrieb das Theaterstück unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager Chaidari bei Athen. Er verarbeitete dort seine Erfahrungen aus der Besatzungs- und KZ-Zeit und inszenierte das Stück ab 28.Oktober 1944 in Athen.
Das Theaterstück wurde im Juli 2021 erstmals von der LpB und dem Landtag editiert und veröffentlicht.
In Kooperation mit: Landtag Rheinland-Pfalz

 

November

Donnerstag 4.11.2021 18:30 Uhr, Online-Veranstaltung
Netzprotest gegen Diktatur
Mit Prof. Dr. Marianne Kneuer
Die 2010er Jahre haben eine Reihe von Protestbewegungen gegen autoritäre Regime hervorgebracht, eine Erscheinung,
die sich seither vermehrt zeigt; angefangen bei den Protesten im arabischen Raum 2010/11 (dem so genannten „Arabischen Frühling“), über den Gezi-Park-Protest, die Regenschirmbewegung in Hong Kong bis hin in die Gegenwart wie etwa die Proteste gegen den Militärputsch in Myanmar und gegen das Lukaschenko-Regime in Belarus. Zwar sind Protestbewegungen kein neues Phänomen; gleichwohl sind diese neuen Bewegungen durch zwei Merkmale gekennzeichnet: zum einen geht es hier um eine Systemfrage (demokratische Freiheiten und Werte versus autoritären Regierungsstil und Repression), zum anderen ergibt sich eine neue Qualität durch die Nutzung neuer Technologien, vor allem sozialer Medien. Der Online-Vortrag wird sich mit Netzprotest gegen Diktatur beschäftigen und beleuchten, worin genau das Neue dieser Proteste liegt.

Montag, 8.11.2021, 19.00 Uhr, 55116 Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof 6
Im Namen der Freiheit – Der deutsche Liberalismus im 19. und 20. Jahrhundert zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Mit Dr. Kristian Buchna
Individuelle Freiheit, politischer Fortschritt, Beschränkung staatlicher Macht, Rechtsstaatlichkeit – diesen Werten und Zielen fühlt sich der Liberalismus verpflichtet. Als Idee und politische Bewegung hat er die Entwicklung Deutschlands seit dem 19. Jahrhundert nachhaltig geprägt, zugleich wurde der Liberalismus von seinen Kritikern immer wieder für „tot“ erklärt. Anhand einzelner Wegmarken der deutschen Geschichte vom Vormärz bis zur Bundesrepublik sollen Errungenschaften und Niederlagen, Wege und Irrwege des Liberalismus aufgezeigt und zur Diskussion gestellt werden.

Donnerstag, 11.11.2021, 18.00 Uhr, 55116 Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof 
Wenn Freiheit Angst macht. Über das Leben nach der Haft
Mit Dr. Barbara Sieferle
In der Bundesrepublik Deutschland verbüßen gegenwärtig circa 50.000 Menschen eine Freiheitsstrafe. Genauso viele werden täglich entlassen. Was bedeutet es für diese Menschen, aus dem Gefängnis entlassen zu werden?
Wie prägt der Gefängnisaufenthalt das Leben danach? Wie nehmen haftentlassene Menschen ihre neue gewonnene Freiheit wahr?

Donnerstag, 11.11.2021, 18.00 Uhr, 54421 Hinzert-Pölert, Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert
Frei? Vom Zwangsarbeiter zum Kollaborateur – eine Führung
Viele „Befreite“ konnten aus politischen Gründen nicht in ihre Heimat zurückkehren, da sie dort als Nazi-Kollaborateure
betrachten worden sind. Aus Hinzert betrifft dies insbesondere die „Wiedereindeutschungshäflinge“.

Donnerstag, 18.11.2021, 18.30 Uhr, Online-Veranstaltung
Antifreiheitliche Bewegungen im Netz - Von der Alt-Right und der Manosphäre bis zu rechtem Terrorismus
Mit Greta Jasser
Seit den frühen Tagen des Internets vernetzen und organisieren sich anti-freiheitliche Gruppierungen online. Von Mailinglisten und Bulletin-Boards der 1990er Jahre über rechtsextreme Blogs bis zu Social Media und eigens geschaffenen rechten Kopien der großen sozialen Netzwerke. Greta Jasser (Universität Hildesheim) gibt einen Überblick über die Landschaft anti-freiheitlicher Bewegungen online in den USA und Deutschland - mit einem Schwerpunkt auf die radikale und extreme Rechte sowie misogyne Online-Gruppierungen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktionstage Netzpolitik und Demokratie statt
(15. bis 21. November 2021).

Sonntag, 21.11.2021, 18.30 Uhr, Online-Veranstaltung
„Das wird man doch noch sagen dürfen“ – Über die Meinungsfreiheit im Netz
Mit Ingrid Brodnig
Im Netz fallen Beleidigungen, Bedrohungen, erzürnt wird gestritten - und dann häufi g auf das Recht auf eine eigene Meinung verwiesen. Doch wie weit reicht die Meinungsfreiheit, wo sind auch rechtlich ihre Grenzen?
Und wie kann man zum Beispiel unterschiedlicher Meinung sein, dabei aber trotzdem respektvoll bleiben?
Der Vortrag beleuchtet, wieso gerade in digitalen Debatten aggressive Wortmeldungen sehr sichtbar werden – und wie man trotzdem für eine sachliche Debatte (ganz im Sinne der Meinungsfreiheit) eintreten kann.
Die Veranstaltung fi ndet im Rahmen der bundesweiten Aktionstage Netzpolitik und Demokratie statt
(15. bis 21. November 2021).

Donnerstag, 25.11.2021, 18.00 Uhr, 55116 Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof
Verfassungen der Freiheit – die Weimarer Reichsverfassung und das Grundgesetz im Vergleich
Mit Drs. Siebo Janssen
Die Weimarer Reichsverfassung von 1920 und das Grundgesetz von 1949 werden heute höchst unterschiedlich
bewertet: Während die Weimarer Reichsverfassung als gescheitert gilt, gilt das Grundgesetz als gelungen.
Aber ist die Weimarer Reichsverfassung wirklich gescheitert? Was waren die Hintergründe für die unterschiedlichen
Vorstellungen von Grundrechten und Kompetenzverteilungen der Verfassungsorgane und welche Konsequenzen hat das Grundgesetz aus der Weimarer Reichsverfassung gezogen? Welche Rolle spielen beide Verfassungen in den aktuellen Freiheitsdiskursen und bräuchte es eine Reform des Grundgesetzes, um die aktuellen Herausforderungen wie z. B. Digitalisierung, Pandemiebekämpfung etc. zu gestalten?

Dezember

Dienstag, 1.12.2021, 18:00 Uhr, 55116 Mainz, genauer Ort wird rechtzeitig bekanntgegeben
Freiheit der Wissenschaft in Zeiten von Klimawandel und Pandemie
Prof. Dr. Konrad Wolf im Gespräch mit Jan-Martin Wiarda
Wissenschaft kann ihr volles Erkenntnispotential nur frei von politischen und ökonomischen Zwängen und Zwecken entfalten. Damit Wissenschaft als Ideengeber, Berater, Innovator, Stütze, Treiber und auch Mahner der Gesellschaft wirken kann, ist sie auf ein Umfeld angewiesen, das sie fördert, stützt, kritisiert und auch mit einem Vertrauensvorschuss ausstattet. In einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft braucht die Freiheit der Wissenschaft klare und stabile Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, das aktive Engagement der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und der Politik, vor allem aber auch der Bürgerinnen und Bürger sowie eine breite Beteiligungskultur. Sich zur Freiheit bekennen ist einfach – doch was heißt das für das praktische Handeln?
Konrad Wolf war Hochschul-Präsident und Wissenschaftsminister des Landes und kennt daher zwei Seiten des Spannungsfeldes.

Donnerstag/ Freitag, 2./3.12.2021, jeweils 9:00 - 16:30 Uhr
PL-Nummer für Lehrkräfte beantragt

Betzavta-Seminar für Fachkräfte
Die Begriffe „Freiheit“ und „Gleichheit“ bilden den theoretischen Rahmen des Konzepts „Betzavta“. Ziel ist, eine sinnvolle Kombination dieser Werte unter Akzeptanz aller Beteiligten herzustellen. Dies ist nur durch Interaktion, Diskurs und Dialog möglich. BETZAVTA ist eine Methode des ADAM-Institutes und hat seine Wurzeln in der israelischen Friedensbewegung. Man lernt Methoden kennen, die in Konfl iktsituationen hilfreich sein können. Der gemeinsame Weg dorthin verfolgt das Ziel, für die Freiheit unbedingte Prioritäten zu schaffen. Im Prozess fragen wir uns aber auch, wann und wie wird das Recht auf Freiheit eingeschränkt? Und wie kann eine Entscheidung herbeigeführt werden, wenn keine allgemein befriedigende Lösung möglich ist? Demokratische Prinzipien, der Blick auf Minderheiten und Mehrheiten, sowie unsere Grundrechte begleiten uns
dabei in diesem Seminar.

Dienstag, 7.12.2021, 18:00 Uhr, 55116 Mainz, Landeszentrale für politische Bildung RLP, Am Kronberger Hof 6
Von der Freiheit endlich wählen zu gehen! Der lange Weg der deutschen Frauen zum politischen Stimmrecht
Mit Dr. Kerstin Wolff
Häufig wird mit Freiheit eine Freiheit von etwas verstanden; etwa frei zu sein von Gewalt. Es gibt aber auch eine Freiheit die erlaubt, an etwas teilnehmen zu können. Von dieser Freiheit, der Freiheit als Frau auch wählen zu dürfen, will dieser Vortrag erzählen. Ist den deutschen Frauen in der Weimarer Republik das Frauenstimmrecht quasi in den Schoss gefallen? Wurde die Freiheit zur Wahl den Frauen in Deutschland geschenkt? In ihrem Vortrag zur Geschichte des Kampfes um das Frauenstimm- und -wahlrecht in Deutschland rollt die Referentin den langen Kampf der deutschen Frauen um diese Freiheit auf. Sie zeigt auf, dass die ersten Stimmen, die ein politisches Wahlrecht für Frauen forderten in der Französischen Revolution laut wurden und dass diese Rufe, auch wenn sie sich lange nicht durchsetzen konnten, im gesamten 19. Jahrhundert nicht mehr zur Ruhe kamen.

Ansprechpartner

Horst Wenner

E-Mail: horst.wenner@politische-bildung-rlp.de 

06131/ 16 41 03

Ansprechpartner

Peter Malzkorn

E-Mail peter.malzkorn@remove-this.politische-bildung-rlp.de

06131/ 16 19 84